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30.10.2013 - markus breuß schreibt im oktober 2013 (bis 10.01.2014)

Liebe Mitglieder der Turnerschaft Göfis!

Es ist ein weiteres Jahr vergangen, und so ausdauernd, wie sich die Dürreperiode darstellt, gehen auch die von euch unterstützte Puravida-Initiative und die Projekte in Jacobina im Nordosten Brasiliens weiter!

Mit den Spenden werden die "Werkstätten Puravida" gefördert und der lokale Verein für Afro Brasilianische Kultur ATABAQUE unterstützt. Das Zielpublikum sind Familien aus den armen Stadtrandvierteln Jacobinas und den umliegenden ländlichen Gemeinschaften.

In den Werkstätten Puravida werden Kurse zur Berufsförderung abgehalten, wobei speziell Frauen im Mittelpunkt stehen. Aktuell wird ein Näh- und Schneiderkurs für Fortgeschrittene abgehalten, ein Kurs für Textilbemalung sowie einer für ökologische Landwirtschaft. Hierzu wurde eine Partnerschaft mit dem staatlichen Institut für technische Weiterbildung IFBA gegründet.

Die Kultur- und Sportaktivitäten von ATABAQUE sollen vor allem Jugendlichen neue Perspektiven eröffnen und das Selbstwert- und Gemeinschaftsgefühl stärken. Es finden weiterhin Kurse für Capoeira und Afrotanz statt und es werden gemeinsam Ausflüge und Kulturevents veranstaltet, wie z. B. der schon zum siebten Mal erfolgreich abgehaltene Ökologische Wandertag in die Berge Jacobinas.

Des weiteren werden von ATABAQUE Seminare in den umliegenden ländlichen Gemeinschaften abgehalten, um lokalen Vereinsstrukturen zu gründen und die Selbstorganisation zu stärken. Junior, der schon in Göfis auf Besuch war und dessen Tätigkeit von den Spendengeldern unterstützt wird, hat sich zu einem wahren Spezialisten in Vereinsbelangen herausgemausert und kennt sich in allem aus, was Vereinsgründung, -organisation und -förderung betrifft.

So konnten sich durch seine Hilfe und systematische Begleitung schon zahlreiche Vereine qualifizieren, um staatliche Förderprogramme in Anspruch zu nehmen. Das ist kein leichtes Unterfangen, da der bürokratische Aufwand sehr groß ist und die meisten Bewohner und Bewohnerinnen der ländlichen Gebiete keine oder nur eine spärliche Schulbildung erhalten haben und oft Analphabeten sind. Auf diese Weise konnten 150 (!) Wohnhäuser mit Regenwasserzisternen sowie auch landwirtschaftliche Projekte vermittelt werden, wie z. B. für den Anbau der Mandiokwurzel, aus der das Grundnahrungsmittel Mandiokmehl gewonnen wird.

Im Namen der Familien bedanke ich mich für die Initiative der TS Göfis und die großzügigen Spenden aller Göfnerinnen und Göfner!

Mit lieben Grüßen und einem herzlichen Vergelt´s Gott aus Jacobina,
Markus Breuss, DI